Viel schneller als ich dachte kam tatsächlich Lars Miller von der IT um die Kurve um mit mir einen Blick auf die Adressdatenbank zu werfen.
Nach dem Login erklärte er mir kurz die Struktur und verwendete dabei Sätze wie "Auf Anrede habe ich noch keinen Index, manche sind auch noch null" oder "Das Feld Strasse hat nur 20 chars, doch ich möchte es auf varchar ändern" usw.
Warum habe ich nur immer das Gefühl vorher ein Informatikstudium absolvieren zu müssen um zu verstehen was er mir sagen will?
Jedenfalls haben wir sehr schnell festgestellt, dass sehr sehr viele Kunden doppelt in der Datenbank erfasst sind und diese natürlich unmöglich zwei Infobriefe von uns bekommen dürfen.
Also geht es darum die Adressdaten zunächst zu bereinigen. Auf dem Net-Business Blog habe ich gelesen dass in solchen Fällen ca 20 bis 30 % der Anschriften falsch sind. Das würde bei uns bedeuten, dass wir ca. 1000 falsche oder unvollständige Adressen in der Datenbank stehen haben. Nur wie finden wir diese um nicht unnötige Infoschreiben über den Pneumatikschieber zu versenden?
Adressen bei denen nur ein Buchstabendreher im Vornamen enthalten ist, sind leicht zu finden. Was aber wenn der Kontakt umgezogen ist, geheiratet hat oder verstorben ist? Wie stellt man das fest? Lars möchte hierfür nach einem IT-Tool ausschau halten, das sowas automatisch erkennen kann. Sind wir mal gespannt wann das sein wird.
Mich würde interessieren ob Sie auch schon mehrmals die identische Post bekommen haben nur weil Ihre Anschrift als Dublette beim Versender geführt wird.




17.11.2007 um 17:45
Hallo Herr Miller, wie geht das mit der Email-Adressqualifikation? Schickt es statt einer Email einen Request an den Mailserver, der sich aus der Emailadresse ergibt und findet so raus, ob 1. der Emailserver korrekt ist und 2. der User auf diesem Server bekannt ist? Finden Sie auch VOR einem Versenden auch raus, ob der Adressat genug Storage Space bzw. wieviel davon frei hat? Kann bei zu knappem Storage Space auch automatisiert eine alternative (kleinere) Mail geschickt werden?
17.11.2007 um 18:10
Hallo Interessent,
auf die Idee einer EMail-Adressqualifikation bin ich noch gar nicht gekommen. Ich bin ja schon froh wenn wir wenigstens die postalischen Anschriften sauber qualifiziert bekommen.
EMail-Kampagnen wollen wir künftig auch durchführen. Bevor ich das aber unserem Chefinformatiker Hr. Miller erkläre, wende ich mich lieber an eine Firma, die sich mit solchen auskennt.
Trotzdem leite ich Ihre interessante Frage an diesen weiter – was nicht heissen soll, dass diese Frage dann beantwortet wird.
Ihre Laura Slash
19.11.2007 um 17:53
Sehr geehrter Interessent,
wie Fr. Slash angekündigt hat ist es möglich vor dem Versenden einer EMail die Existenz zu prüfen. Das SMTP-Protokoll gibt dies her. Unter http://www.schwarzl.at/mailcheck.html ist so etwas über ein Formular für eine Einzeladresse möglich.
Den Plattenplatz zu prüfen ist im Vorfeld nicht möglich. Genauso die Verifikation, ob die EMail angekommen ist (gemeint ist nicht die Lesebestätigung).
Ansonsten gibt es für solche Fälle immer diese Firma, die bei solchen Problemen immer helfen kann.
Lars Miller
19.11.2007 um 18:09
Vielen Dank Herr Miller, es müsste m.E. möglich sein zu reporten ob ein Leser die email geöffnet hat und das grafisch nach Zeit aufzubereiten. Können Sie das?
19.11.2007 um 18:20
Früher war dies mit transparenten gifs in HTML-EMails möglich, da die gifs auf einem Webserver lagen auf welches die Zugriffe ausgewertet wurden. In Zeiten von SPAM und Phising akzeptiert dies fast kein EMail-Client mehr. Angeforderte Lesebestätigungen scheiden ebenso aus.
Wenn die Empfänger allerdings EMails im Brower (etwa gmx oder gmail) nutzen ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Auswertung möglich.
Die Kommunikation über EMail ist -im Gegensatz zum Telefon- asynchron und genau genommen fürs Marketing nicht mehr zu gebrauchen. Mechanismen wie RSS-Feeds sind inklusive Usertracking wesentlich effektiver fürs Marketing. Es weiss nur noch keiner und ich bin ja auch IT´ler.
Lars Miller