Ich muss ehrlich gestehen, dass ich manchmal mit den vielfältigen Aufgaben und Prozessen im Produktmanagement leicht überfordert bin.
Gehört die Aufgabe von Kundenaquisition auch zu meinen Aufgaben? Die letzten Tage habe ich mich ja schon mit der Adressdatenbank herum geschlagen.
Ich bin zwar als Produktmanagerin für ein spezielles Produkt zuständig, aber sollte zum Beispiel die Neugewinnung von Kunden nicht ein Fachmann mit dem SchimpfWort Vertriebler übernehmen? Unsere golfende Schnellvertriesschwätzerin Sonja Kaiser wäre prädestiniert dafür.
Man braucht mehr als nur ein Satz
Ich habe in meinem Urlaub schon über die Frage nachgedacht, was ist eigentlich Produktmanagement, aber das konnte mir bisher niemand wirklich beantworten.
Googeln Sie doch auch mal nach dem Begriff!
Ich greife gerne mal auf das schwarmintelligente Wikipedia zurück, um mich über einige Dinge schlau zu machen. Selbst Spezialisten benötigen mehr als nur ein Satz, um zu erklären, in welche Richtung das Produktmanagement geht.
Die Essenz: Innovation
Ich würde sagen, einer der wichtigsten Teile meines Jobs hier im Hause ist der Innovationsprozess eines Produktes. Von der ersten Idee bis zur tatsächlichen Innovation versuche ich mein Produkt sukzessive zu verbessern, um es mit echten innovativen Wettbewerbsvorteilen auf dem Markt positionieren zu können. Laut einer Studie existieren nämlich bis ins Jahr 2025 immer noch genügend Bereiche für echte und technische Innovationen. Allerdings drängt sich mir die Frage auf: Was eigentlich, ist eine echte Innovation?
Was ist für Sie Produktmanagement? Schreiben Sie es mir!



30.11.2007 um 14:15
Oh Himmel! Was ist das denn für ein Rock? Also bitte .. sowas gabs zuletzt 1972 auf einem Marktplatz in Kasachstan. Ich finde eine moderne Produktmanagerin sollte auf eine gewisse Außenwirkung acht geben.
30.11.2007 um 14:37
Also ich find ihn schick, den Rock! Der ist voll im Trend. Den würd ich mir glatt kaufen
03.12.2007 um 22:43
Hallo Herr Jochen,
Sie entblößen in Ihrem Kommentar, dass Sie in Sachen Mode nicht ganz auf der Höhe sind.
Zwar war ich tatsächlich 1972 in Kasachstan, habe mir dort aber nur einige Fässer Wasserstoffperoxyd erworben, für -wie sie sagen- die Außenwirkung.
Ihnen zuliebe werde ich meinen Rock an das Rote Kreuz geben.
Gruss
Ihre Laura Slash
08.12.2007 um 17:20
Hallo,
eine echte Innovation ist für mich eine auf den Markt gebrachte Produktidee (einschließlich Dienstleistung), die es so weder in der Eigenen noch in einer anderen Branche bereits gab.
Wenn es um echte Innovationen geht, wird es richtig spannend. Unserer Erfahrung nach können Kundenbefragungen und Marktanalysen dabei nicht weiterhelfen, da Sie meist nur Produktverbesserungen produzieren. (Henry Ford soll dazu gesagt haben: “If I had asked people what they wanted, they would have said faster horses”).
Ach ja… Produktmanagement ist für mich die Pflege von bestehenden Produkten und das Management von der Produktidee bis zur Umsetzung. Je nach Unternehmensstrategie also auch echte Innovationen.
Viele Grüße,
René Chelvier
10.12.2007 um 10:53
Vielen Dank für die interessante Frage: “Wer ist eigentlich im Unternehmen zuständig für Innovationen?”. In meinem Jahooda Blog habe ich der Frage einen Beitrag gewidment: http://www.jahooda.org/?p=268
11.12.2007 um 18:43
Hallo Hr. Chelvier,
fast genauso sehe ich das auch. Allerdings stellt sich mir die Frage inwieweit sich der Prozess von der Idee zur qualifizierten Produktreife standardisieren lässt und inwieweit ich Softwaretechnische Unterstützung erhalte.
Wie viele Ideen werden einfach nicht erfasst, weiterverfolgt und qualifiziert weil sie schlicht und einfach nicht erfasst werden können. Sie entstehen an den unmöglichsten Orten zu noch unmöglicheren Zeitpunkten. Mir wäre schon geholfen, wenn ich eine Art Ideendatenbank hätte und einen definierten Ablauf wie diese Ideen von verschiedenen Personen bewertet werden.
Lieben Gruss
Ihre Laura Slash
13.12.2007 um 00:59
Aber vorsicht: nicht jede Idee muss man archivieren und sich damit befassen. Wenn man eine Idee vergisst kann sie so gut nicht gewesen sein.
Hingegen ist es wichtig anregungen innerhalb des Unternehmens (von Leuten aus Vertrieb oder Service) abzufragen und auszuwerten (“Verbesserungsvorschläge”). Dies geht mit Mindmaps oder Wikis ganz gut, Leute die im Tagesgeschäft versinken kann man aber nur Life pollen, in einer Brainstorming- oder Status-Sitzung.
Bernd
06.02.2008 um 14:44
Hallo Laura Slash,
die gute Nachricht: der Prozess von der Idee bis zur Produktreife lässt sich standardisieren. Der Wehrmutstropfen: ich kenne keine allgemein gültige Lösung.
Allein die Art der Idee ist eine Variable, die sehr unterschiedliche Prozesse benötigt. Handelt es sich z.B. um Ideen für Produktverbesserungen, um radikale Produktideen oder gar Produktideen, die einen neuen Markt eröffnen? Hier sind vollkommen unterschiedliche Ideenbewertungen notwendig.
Welche Ansprüche haben Sie, das vorhandene Ideenpotential zu nutzen? Suchen Sie Ideen für eine bestimmte Aufgabe oder würden Sie auch alternative Verwendungszwecke (z.B. in anderen Unternehmensbereichen) berücksichtigen?
Eine Ideendatenbank sollte kein Problem sein. Wenn die darin enthaltenen Ideen richtig charakterisiert sind, können passende Ideenbewertungsmethoden darauf angewendet werden.
Es scheint, dies wird eine spannender Austausch ;o)
Viele Grüße
René Chelvier